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FC Royal Leopards vs A.S.Vita Club 0-1 (11.02.17)

"Somhlolo National Stadium"

Länderpunkt 89 Swaziland

Die Einreise ins Königreich Swaziland war ganz einfach. Zunächst bekommt man einen "Gatepass" und holt sich bei den Südafrikanern einen Ausreisestempel. Dann geht es mit dem Auto ein paar Meter weiter und man bekommt bei den Swazis einen Einreisestempel und bezahlt 20 ZAR Straßennutzungsgebühr. Was selbst dort funktioniert, sollte in Deutschland eigentlich ein Leichtes sein. Keine Fragen, keine Formulare und auch den "Letter of Authority", den man von Avis hatte, wollte niemand sehen. Mbabane, die Hauptsstadt, wurde passiert und was man im vorbeifahren sah, lohnte auch nicht wirklich. Also sofort einen Ort weiter nach Lobamba, wo das Nationalstadion liegt.

Stell dir vor es ist Championsleague und die UEFA zeigt erst einen Tag vor dem Spiel an, wann und wo gespielt wird. That`s Africa und macht die Planung im Vorfeld nahezu unmöglich. Mit Facebook kommt man bei den Vereinen auch nicht immer weiter. Beim Vita Club gab es allerdings schon eine Wocher vorher Datum, Spielort und Uhrzeit. Die Homepages der Vereine sind teilweise gar nicht existent. Letzter FB Eintrag von 2012. Fällt dir nichts mehr zu ein. Lediglich die Liga in Südafrika ist zeitlich durchterminiert.

So war man 90 Minuten vor Spielbeginn aber am "Somhlolo National Stadium". Geparkt wurde direkt auf der Wiese davor und für 30 Rand (1:1 mit der südafrikanischen Währung und der ZAR wird auch überall genommen) gab es ein Ticket vom Länderspiel Swaziland vs Angola von 2013 ;-). Drei ausgebaute Seiten hat der Ground. Die Gegenseite hat verwilderte Stehplätze mit teils kaputten Wellenbrechern. In Europa unvorstellbar. Die beiden Hintertorseiten sind ebenso wie die Tribüne überdacht.

Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Reichlich Grills wie in Mittelamerika haben Köstlichkeiten, doch steht hier alles in der prallen Sonne, ganz egal ob schon gegrillt oder noch roh. Auf einen flotten Otto hab ich allerdings keine Lust und so blieb es bei Cola aus Dosen. Neben mir war lediglich ein anderes Weissbrot im Ground und das war jemand vom CAF, dem afrikanischen Fussballverband. Willkommen im Zoo, so kam es mir zumindest vor. Aus der Demokratischen Republik Kongo begleiteten gut 50 Leute den Vita Club. Hatte ich so gar nicht erwartet. Auch in Sachen Support waren sie heute die einzigen. Auf Heimseite gab es fast gar nicht. Vielleicht 400 Zuschauer waren beim Championsleaguespiel.

Der König vom Swaziland Mswati III. begrüßte jeden Spieler mit Handschlag und dann ging es auch schon los. Der 98. der Welt gegen den, man möchte es kaum glauben, 37. der Welt, zumindest bei den Nationalmannschaften. Auf dem Feld dann aber selbe Verhältnisse. Vita Club war klar besser und ging früh in Führung. Chancen gab es noch einige, doch keinen weiteren Treffer. Nun wieder zur Grenze, weil es hier weiter nichts zu erledigen gab, denn ein "M" ist nicht vorhanden. Gatepass, Stempel und good bye Swaziland, was landschaftlich ganz ansprechend ist.

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