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Sightseeing Südafrika (09.02.17 - 08.03.17)

Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und zum Schluss vielleicht noch Australien waren die Pläne und so kam der Schnäppchenpreis von 250 € nach Kapstadt wie gerufen. Allerdings paßte die Destination zum hoppen nicht so gut und so begab man sich auf die Suche und wurde letztlich bei Lufthansa für den selben Kurs nach Johannesburg fündig. Mittwochabend also von Düsseldorf zunächst nach Zürich (Swiss führte den Flug durch) und von dort direkt bis nach Johannesburg. Der Flieger natürlich bei dem Preis fast bis auf den letzten Platz gefüllt und reichlich Nervblagen ( haben die alle keine Schule ?) dabei, die aber zum Glück weit weg saßen. Die ergatterte 2er Reihe blieb auch heute wieder eine Einer. Also mal die vierte Staffel von Vikings begonnen, da das Entertainmentprogramm bei den Schweizern sehr zu wünschen übrig läßt. Irgendwann schön eingeschlafen und erst kurz vor Joburg wieder aufgewacht. Schnell noch das maue Frühstück und dann hieß es schon fasten Seatbelts.

Sanft aufgesetzt und keinerlei Probleme bei Pass- und Zollkontrolle. Welcome to South Afrika. Fix Geld gezogen (10 ZAR ~ 0,70 €). Um nach Swaziland und Lesotho fahren zu können, buchte man die Leihkarre bei Avis. Zuvor hatte man sich noch einen Lonely Planet Südafrika zugelegt und den auf den Canaren am Strand gelesen. Auch was man so von den WM Fahrern hörte, war nicht gerade erbaulich. Letztlich haben bisher beide recht, denn es gibt nichts zu sehen. Zumindest nichts, was mich interessiert. Meine Hoffnung ruhen auf Capetown. Aber das kommt noch viel später.

Die kleine Kutsche und ich brauchten erst eine gewisse Zeit, um uns aneinander zu gewöhnen. Auf dem Weg zum gebuchten "The Birches Backpackers Lodge" 31 € 2 Nächte m.F. kam man am Mc Donalds vorbei und nahm den Länderpunkt gleich mal mit. Das Hostel erwies sich als ganz brauchbar und nachdem einige Einkäufe (Pall Mall Flöten 23,5 ZAR) erledigt waren, ging es an den Pool. Bei der Brause hatte man sich nur vergriffen, denn es gab Bier mit Schokoladengeschmack. Spart den Kuchen und schmeckt dennoch ganz gut. Viel machte man heute nicht.

Ein Typ aus Moszambik im Hostel bot gleich seine Hilfe an, wenn man in sein Land reist. Vielleicht erweist es sich noch als nützlich und das Kärtchen steckte man mal ein. 4 Leute beherbergte das 6er und so konnte man einigermaßen gut pennen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück dann auf in die City.

Eigentlich alles wie erwartet, an jeder Ecke Maxis, die einfach nur herumlungern. Als erstes galt es ein Parkhaus zu finden und so stellte man sich gleich in die Mall am Carlton Center. Hier findet sich dann auch die einzige Attraktion der Stadt, zumindest für mich. "The Top of Africa" ist der höchste Wolkenkratzer in Afrika. Lediglich zwei Fernsehtürme sind höher. Schlappe 15 ZAR werden nur aufgerufen und so geht es auf die 50. Etage. Von hier hat man einen Überblick über die Stadt.

Der Ellispark und das FNB-Stadium sind gut zu erkennen. Oben alles gesehen, brachte der Lift einen wieder runter. So schlenderte man durch die City Richtung "Nelson Mandela Bridge". Gefallen konnte so gut wie gar nichts. An etlichen Ecken wieder Müllberge und Lungerer. Der African National Congress (ANC) hatte auch zu einer Veranstaltung geladen, so dass reichlich Millitär in der City war. Eine kleine Demo setzte sich auch in Bewegung. Von der nicht sonderlich interessanten Brücke dann zurück zum Parkhaus und zum Hostel.

Google verriet eine Fahrzeit von 1 1/4 Stunden zum geplanten Drittligakick in Soshanguve, was kurz hinter Pretoria ist. Also rechtzeitig los und bis zur Autobahn schon arge Probleme gehabt. Alles dicht. Als man dann auf der Bahn war, ging 20 Kilometer vor Pretoria dann gar nichts mehr. Alle Pickups und Jeeps drehten gleich auf dem Mittelstreifen. Afrika like. Im Radio gab es dann die Info, dass die Bahn komplett gesperrt ist. Nach gut zwei Stunden dann endlich eine Ausfahrt erreicht und Retour. Shit happens. Länderpunkt somit verschoben, denn Alternativen gab es heute in der ganzen Region eh nicht. Im Hostel dann einen gemütlichen Abend verbracht und Samstag um 8 Uhr hieß es auf nach Swaziland.

Das Swaziland wieder verlassen stand noch ein recht langer Weg bis Bethlehem an. Check in im "The Green Olive Guesthouse", 1 Nacht satte 24 € im EZ ohne alles, war nur bis 0 Uhr. Selbst hatte man sich so gegen 23 Uhr angekündigt. Alles zunächst auch ganz easy, bis man 34 Kilometer eine Querstraße, die zwei Schnellstraßen verbindet, nehmen mußte. Straße ist natürlich völlig übertrieben, denn es war mehr ein Feldweg. 34 Kilometer über Stock und vor allem Stein mit einem kleinen Hyundai. Lediglich 4 Jeeps kamen mir auf der Strecke entgegen. Teilweise ging es nur mit 20 KmH weiter. Absolute Hölle, doch die Kutsche hielt. Punkt 23 Uhr war man dann auch endlich und ziemlich fertig vor Ort. Der kleine Maxi an der Rezeption hatte schon die Augen geschlossen. Mit dem Kreditkartengerät kam er nicht zurecht, Internet funktionierte angeblich auch nicht. Also den Chef geholt und siehe da, alles ging. Welcome to Africa ;-)

Viel ging bei mir allerdings nicht mehr und so ging es recht zügig in die Waagerechte. Strengt ganz schön an, solche Strecken über Landstraßen zu fahren, weil es keine Autobahnen gibt. Unterwegs stehen immer mal ein paar Tiere auf der Straße und an den ganzen Townships sind unheimlich viele Maxi auf der Straße unterwegs. Was die an der Schnellstraße zu suchen haben und vor allem wo die immer hingehen, wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Ein Teil versucht zu trampen, andere stehen einfach Mitten im Nichts am Weg. Um 7:30 Uhr wurde man dann von anderen Gästen geweckt, die meinten sie wären alleine im Guesthouse. Als ich rauchen bin, kam gleich der Chef und entschuldigte sich und bot gar ein Zimmer für ein paar Stunden in der anderen Ecke des Hause an. Besten Dank - aber Lesotho wartet nicht.

Also geduscht, einen Kaffee geholt und los. Doch die scheiß Kutsche wollte nicht. Keinen Mucks machte sie. Scheinbar gibt es einen Trick das Ding zu starten, oder die Batterie ist leer. Immerhin hatte der Chef ein Überbrückungskabel und mit einem recht unguten Gefühl ging es ab diesem Zeitpunkt mit der Schleuder weiter. Da die Klima in der Mühle eh nicht funktionierte, blieb sie ebenso wie das Radio aus. Das Handy lud man auch in der Karre nicht mehr und schaltete das Navi drauf immer nur in den Zielorten ein. Avis sucks. Kurz vor der Grenze dann ein Test und als man nach dem KFC Frühstück wieder einstieg, kam die Karre sofort. Lesotho stand also nichts mehr im Weg.

Aus Lesotho kam man zügig weg und es galt noch 150 Kilometer nach Bloemfontain abzureißen. Übernachtungen sind hier alles andere als erschwinglich und so legte man im "Moonrest" satte 580 ZAR für 2 Nächte im Appartment ohne alles hin. Letztlich hatte man gar noch Glück. Als man vorfuhr und klingelte öffnete kein Aas. Angekündigt hatte ich mich auch erst für 30 Minuten später. Per Zufall kam die Besitzerin und machte große Augen. Hatte ich mich der Unfähigkeit doch ganz schnell angepaßt und die Hütte für eine Woche später gebucht. Zum Glück war noch etwas frei und die Bude war schon ein Hauch von Luxus.

Den Restabend dann schön mit meinen beiden Aufpassern auf vier Beinen auf meiner Terrasse verbracht. Ein Dobermann und ein Mischling sorgten für die nicht wirklich notwendige Sicherheit, denn außerhalb von Bloemfontain gibt es ganz nette Ecken, die nur von Weissen bewohnt werden. Am nächsten Morgen war man dann auf die Kutsche gespannt. Aber heute gab es nichts zu beanstanden und es ging in die City zur Waterfront. An einen kleinen See am Freestate Stadium.

Auch heute wurden die vielleicht zu hohen Erwartungen enttäuscht. Viel kann die Stadt nämlich auch nicht. Straßen unter aller Sau, Dreck und Müll und je weiter man von der Waterfront weggeht, je schlimmer wird es. Also aus lauter Langerweile ins Nationalmuseum für 5 ZAR. Normalerweise interessieren mich Museen ja gleich null. Aber aus der Not heraus sah man sich die Geschichte der Stadt (die im übrigen 4 Kühltürme im Zentrum hat) und des Landes mal an. Als nächsten Punkt hatte man dann den Naval Hill auf dem Plan, als es stockfinster wurde. Ein kleines Unwetter setzte ein und so ging es nur schnell zum Supermarkt und durch die Wassermassen zurück zur Herberge.

Meinen vierbeinigen Freunden war es scheinbar auch zu nass, denn nach kurzer Begrüßung verschwanden sie gleich wieder. Der Regen zog sich bis zum Abend hin. Also Vikings weiter geguckt und Pläne für die nächten Tage gemacht. Am Morgen dann wieder Theater mit der Karre. Kein Ton gab sie von sich und so die Servicenummer von Avis angerufen. Drei Versuche, dreimal wurde das Gespräch unterbrochen. Also nochmals versucht und siehe da, der Motor lief. Was für eine scheiss Karre. Ziel war zunächst Kimberley, wo "The big Hole" zu finden ist.

Für 40 ZAR (100 ZAR mit Führung) kann man das größte von Menschenhand gegrabene Loch sehen. Diamanten wurden hier früher gesucht. Das nachgebaute Dorf von Damals gab es kostenlos dazu. Viel Zeit brauchte man auch hier nicht.

Weiter also ganz gemütlich nach Klerksdrop, wo man unterwegs noch in eine Verkehrskontrolle geriet. Aber er wollte nur die Licence sehen und weiter ging es. Im wiederum teuren "Andante Guesthouse" 2 Nächte EZ o.F. für 700 ZAR wartete schon Jaceline. Happy Valentin wünschte sie noch und gab mir einen Lutscher in Herzform. Na besten Dank auch für den Kommerzscheiss. Leider konnte sie keinen Stromadapter herzaubern und so wurde man im Baumarkt fündig. In den vorherigen Buden war das alles vorhanden oder die Steckdosen wie bei uns.

Da es wiederum wie aus Eimern schüttete, bot sich der erste Bericht mit ein paar Lion Lager und einer Fertigsuppe und Knoblauchbrot für euch schon mal an. Da man keine Lust auf Johannesburg hatte chillte man in Klerksdrop gleich zwei Tage und Morgens ging es ein paar Häuser weiter an den Pool, den man mitbenutzen konnte. Mittags wurde der Himmel wieder komplett schwarz und der Regen nahm kein Ende. Also fast die ganze Tour bis zum Schluss weiter geplant und zwei Flüge, sowie eine neue Leihkarre gebucht. Am Donnerstag geht es dann zurück nach Johannesburg. Der Länderpunkt Südafrika muss noch warten, da heute nur Orlando Pirates gegangen wäre, die aber zu einem viel späteren Termin gesetzt sind. Alle übrigen Spiele sind zu weit weg. So geht es heute Abend mal ins Casino, welches einen ganz guten Eindurck macht. Wenn ihr euch beim lesen langweilt - denkt am mich, denn mir geht es zzt. hier in Südafrika nicht anders.

Der Abend im Casiono war mal eine nette Abwechslung und so startete man am nächsten Morgen Richtung Johannesburg. Doch halt, das war nur der Gedanke, denn schon wieder gab die Kiste keinen Ton her. Also zum Autohändler mit holländischen Wurzeln nebenan und mal gefragt ob er überbrücken kann. Konnte er und auch gleich den Fehler finden. So eine komische Klemme an der Batterie ist locker und scheinbar hat der Vormieter sich schon mit einem Stück Papier beholfen, welches sich aber aufgelöst hatte. Kurzerhand knallte er eine Schraube dazwischen. Besten Dank und 20 ZAR Trinkgeld für seinen Maxi-Gehilfen, der sich scheinbar über den nichtautointeressierten ahnungslosen Deutschen wunderte. Also mit Verspätung los und zum gebuchten "Mbizi Backpackers".

176 ZAR im 4er m.F. konnte gefallen, da die Bude eine Bar, einen großen Pool und eine gute Ausstattung hat. Zudem weit weg von der Stadt und nah am Flughafen. Fortan bei meinen Johannesburgaufenthalten meine erste Adresse und da nehme ich auch das langsame WLAN in kauf. So chillte man schön am Pool, Abends an der Bar gab es dann mit einem Australier und einem Südafrikaner, der lange in Schottland gelebt hat, ein paar nette Gespräche. Um 8 Uhr Patrik dem Inhaber noch die Reservierungen für die kommenden Wochen gegeben, dann zunächt zum Flughafen, wo bei Avis die Kutsche getauscht wurde und dann weiter nach Botswana.

Zurück aus Botswana ging es ja nur zum Airport und weiter nach Simbabwe. Von Simbabwe wieder eingeflogen gab es ein neues Gefährt und seit der Landung hat es fast drei Tage ununterbrochen geregnet. Schade um mein "Mbizi Backpackers" und den schönen Pool. Hier somit nur eine Nacht abgestiegen und zunächst nach Pretoria, um das Visum für Mozambik zu holen. Für 600 ZAR, die man bei einer FNB Bank einzahlen muss, gibt es das problemlos. Hotelbuchung und zwei Passbilder beifügen. Leider erst am nächsten Tag um 14:30 Uhr abzuholen. Von hier sollte es nach Sun City gehen, das Las Vegas von Afrika, doch bei dem Sauwetter ließ man es bleiben. Via Shoppingmall in Rustenberg dann zur gebuchen "N4 Lodge". Bis zum Abendspiel lediglich ein paar Filme geschaut.

Am nächsten Morgen dann nach Pretoria und hier etwas durch die Stadt. Nicht ganz so abgefuckt wie Johannesburg, aber auch nichts besonderes. Um 14:30 Uhr war man dann wieder an der Botschaft und bekam den Pass samt Visum zurück. Gemütlich zurück nach Johannesburg und im "Mbizi" kurz eingecheckt, die teure Bude in Mozambik storniert und weiter zum Spiel. Als man zurück war, waren zwei Typen aus Köln zugegegen und hier ein paar Worte gewechselt. Schätze zu mehr waren die nicht zu gebrauchen, da sie a: mit bestimmt 20 Kilo Rücksäcken unterwegs waren, b: eine organsierte Safaritour durch Botswana und Simbabwe gebucht hatten und am nächsten Morgen um 5 Uhr wiederum organisiert zum Krüger (interessiert mich rein gar nicht) fuhren. Gegen Mittag dann selbst erstmal zur Werkstatt. Die recht große Delle in der Felge wurde für 3,50 € rausgekloppt und eine neue Radkappe gab es auch. Da es wiederum regnet, an den geistigen Ergüssen für euch weiter geschrieben. Morgen Abend geht es ein Land weiter.

Pünktlich lief der Bus aus Mozambik also wieder in Johannesburg ein. Da es am nächsten Tag nach Kapstadt geht, wählte man diesmal ein Hostel in Bahnhofsnähe. "Once in Joburg" ist ein ganz neues Hostel und eine Mischung aus Hotel und Hostel. Dennoch waren die Steckdosen am Bett schon kaputt. In Joburg nur kurz etwas gegessen und den Restabend auf dem Balkon verbracht. Gegen Mittag dann mit dem "Gautrain" hinaus zum Flughafen. Mit Fly Mango kam man am günstigsten in den Süden und mit einer neuen Mitkutsche ging es gleich zum "Atlantic Point Hostel". Schon auf dem Weg vom Flughafen in die City gefiel es mir viel besser, als im Rest von Südafrika. Kurz eingecheckt und mal zur Waterfront geschlendert.

Wohwww, kein Dreck, kein Müll, keine Lungerer auf den Straßen. Hier kann man es aushalten. Und mit Capetown änderte sich auch endlich der bisherige Reiseverlauf zum Besseren. An der Waterfront wurde die Brauerei angesteuert und ein paar Hopfen Smoothies eingenommen. Kein nerviger Regen mehr und angenehme Temperaturen ließen die Zeit schnell vergehen. Via "Pick n Pay" der Aufgrund der warmen Theke mein Stammsupermarkt in Südafrika war, gemütlich zurück zum Hostel. Hier noch ein paar Döschen Black Label und ein paar Gespräche mit den anderen Travelern und dann hatte man das 4er Zimmer zu zweit.

Am Morgen strahlender Sonnenschein und so ging es zum Kap der Guten Hoffnung. Klar das der Tourispot recht voll war, aber nicht so überlaufen. Doch zuvor nahm man noch den "Cape Point" mit. Hier findet man einen Leuchtturm, zu dem man mit dem "The Flying Dutchman", einer Zahnradbahn, rauf kommt. Als Belohnung gibt es einen Blick über Cape of good Hope. Für das typische Touri-Bild mit dem Schild mußte man später gar noch ein paar Minuten anstehen.

Alles gesehen und gemütlich via Boulders Beach, wo ein paar Pinguine leben, wieder zurück. Kurz die Badesachen geholt und nach Cliffton an den Strand. Trotz eiskaltem Wasser ging es auch in den Ozean. Am Abend war dann im Hostel ein Barbeque angesagt, wo man sich für 100 ZAR einbuchte. Hier fiel dann wieder deutlich auf, dass man ein anderes Klientel an Reisenden in Afrika findet. Nicht so jung wie in Asien, aber nicht so verlaust wie in Mittel- und Südamerika. Das Niveau und wohl auch der Geldbeutel war deutlich größer. Mit einem Paar aus Deutschland verbrachte man so den Abend. Die beiden starten ihre zweijährige Welttournee in Afrika, von wo es nach Asien weiter geht.

Neuer Tag - neues zu sehen und so stand der Tafelberg auf dem Plan. Das Ticket hatten man schon online gebucht und mußte sich so nicht mehr an der Kasse anstellen. Mit der Seilbahn ging es auf 1087 Meter. Von hier hat man natürlich einen tollen Ausblick auf Capetown. Wieder retour und wieder an den Strand. Danach dann mal das recht kleine Zentrum von Kapstadt erkundet und den Abend wieder an der Waterfront verbracht. Am nächsten Morgen dann nach Camps Bay, was zu den teuersten Flecken des Landes zählt. An der Promenade noch ein zweites Frühstück eingenommen und etwas an der Küste entlang gefahren. Am Nachmittag und am Abend zum Spiel. Den letzten Abend verbrachte man wieder an der Hostelbar und war mit Kapstadt und Umgebung völlig zufrieden. Bereits um sechs Uhr ging es zum Flughafen und mit Mango wieder zurück nach Johannesburg.

Lust auf Joburg hatte man natürlich nicht, aber immerhin standen noch reichlich Spiele an. Mit der letzten Leihkarre dann auch gleich vom Flughafen zum "Mbizi", wo Partik schon wartete und mir sogar ein Einzelzimmer für die letzten vier Tage zum Kurs eines Betts im 4er gab. Zeit für einige Bierchen war leider nicht mehr. Das Derby in Soweto rief. Als man später aus Pretoria zurück war, blieb noch Zeit für ein paar Dosen. Am Sonntag dann früh nach Polokwane. Abends im Hostel dann zwei Mädchen aus Deutschland und ein Ami aus Seatle. Am Morgen dann fast vom Glauben abgefallen, als Angelas Tochter mit einem Refugees Welcome Shirt am Frühstückstisch auflief. Gut das die beiden Tussis heute weiter zogen. Für Montag hatte man nochmal Sun City angedacht, aber lieber den Tag im Hostel am Pool gechillt. Dienstag dann ins Shoppingcenter und an den Pool und am Abend wieder zum Kick nach Soweto. Letzter Tag in Südafrika und so wurde nochmal ausgeschlafen und bis zum Nachmittag im Hostel das Leben genossen.

Karre vollgetankt und zum Flughafen. Den 12. Stempel Südafrika in den Pass bekommen und als man dann am Gate von Lufthansa auflief schon wieder Aufregung. Das Familien mit kleinen Blagen zuerst in die Maschine dürfen, ist bei Rayner ja zum Glück abgeschafft. Gibt auch keinen Grund für diese Bevorzugung. Aber der eigentliche Knaller war dann, das am Weltfrauentag alle Frauen Priority hatten. Das brachte nicht nur mich auf die Palme, sondern auch die ganzen Buissnes-Typen, mit denen man sich dann auch am Schalter lautstark beschwerte. Wo leben wir eigentlich. Auf der einen Seite wollen sie Gleichberechtigung und dann so was. Na mal gespannt was sich die Gesellschaften bei den 364 anderen sinnlosen "Sondertagen" einfallen lassen. In der Maschine dann alles wie erwartet. Den Koffer bekamen sie nicht in die Ablage, zudem einige auf falschen Plätzen.....ohne Männer hilflos ;-) Der Flieger bis auf den letzten Platz gefüllt und nach einem mauen Abendessen, zwei Filmen, drei Fläschen Rotwein und zwei Baileys auf Eis die Augen zu bis Frankfurt.

Hier gab es endlich einmal eine gründliche Passkontrolle bei der Einreise und so war man um 5:24 Uhr wieder in Deutschland. Da man den Zug bei Lufthansa aber erst um 7:40 Uhr gebucht hatte mal zum Schalter zwecks Umbuchung für eine Stunde früher. Servicewüste Deutschland fällt mir dazu nur ein. Zugbindung oder die Differenz zahlen. Also mit ein paar Verwünschungen runter zum "M". Hier dann der nächste Supergau. Keine McMuffins, nur Croissant oder Toast heute. Nächste Verwünschungen für den unfähigen Filialleiter. Also auf den Zug gewartet und trotz Umleitung ab Köln nur mit 5 Minuten Verspätung in Rekordzeit wieder in Düsseldorf gewesen. (Verwünschungen für die DB fallen an der Stelle mal großzügig aus ;-)

Fazit der Tour: Wie erwartet nicht der Knaller, aber von Südafrika hätte ich deutlich mehr erwartet. Zur WM mag vieles noch gut gewesen sein, aber leider läßt man ja alles wieder schön verkommen. Mozambik LP ist zwar ärgerlich, aber eben nicht zu ändern. So schnell wird mich Schwarzafrika nicht wiedersehen und falls der Weg nochmals in andere Länder dort führen sollte, dann nicht alleine. Dafür sind diese Länder viel zu langweilig und uninteressant. Für die Kohle, die man für den Monat dort unten brauchte, wäre man locker 3-4 Monate durch Mittelamerika gekommen. (und es hätte deutlich besser gefallen). Die nächste Tour größere Tour folgt Mitte Mai.

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