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Sightseeing Ecuador (28.09.-04.10.16)

Die Einreise nach Ecuador dauerte keine 10 Minuten und ohne großartige Fragen hieß es diesmal wieder sehr freudlich "Welcome to Ecuador". Nach der Imigration dann gleich in einem Collectivo den letzten Platz abgegriffen und für 0,50 $ (in Ecuador wird in US Dollar bezahlt) nach Tuclan. Tuclan ist der erste Ort hinter der Grenze und am Terminal war Endstation. Der nächste Bus nach Quito ging in drei Minuten. Fix das Boleto für 6,15 $ geholt und los ging es. Auch hier wieder durch wunderschöne Landschaften.

Zwei Kontrollen kosteten mehr als eine Stunde Zeit und diesmal war auch mein kleiner Rucksack dran.Alles mußte raus und wurde gecheckt. Allerdings mehr oberflächig, denn mein Nescafe ist ihm z.B. gar nicht aufgefallen. Die Straßen von der Grenze bis Quito sind hier schon in einem viel besseren Zustand als noch in Kolumbien. Zweispurige Schnellstraßen ohne Schlaglöcher gibt es. Die Verkäufer kommen allerdings auch hier in die Busse und so dauert es meißt nicht lange, bis die ganze Kutsche nach Hähnchen stinkt. Selbst halte ich mich ab und an mal an Ananas oder Mangos, das Fleisch können sie liebend gerne behalten.

Von Tuclan bis Quito dauerte der Trip Dank der Kontrollen sechs Stunden. Jetzt war ich das erste mal im Leben auf der Südseite des Äquators. Leider war im Norden von Quito dann die Reise vorbei. Quito hat etliche Busbahnhöfe und so galt es einen Bus ins Zentrum zu finden. Traumhafte 0,25 $ waren zu berappen und von der Station dann noch fix mit dem Taxi zum gebuchten Hostal "Chicago" im Centro Historico. 3 Nächte EZ o.F. für 35 €. Von der Dachterrasse hat man einen traumhaften Ausblick auf die Kathedrale. Nach dem Check in noch 2 Kilometer zu Mc Donalds gelaufen und den Länderpunkt eingesackt. Auch hier viele Lungerer im Müll am wühlen und auf der kalten Erde am pennen. Allerdings scheinen sie hier, anders als bei uns, kein Geld für Fusel zu haben. Im Büdchen an der Ecke noch zwei 0,75er Pilsener mitgenommen und Bayern München TV geguckt ;-)

Am nächsten Morgen dann auf die Dachterrasse und strahender Sonnenschein war zu sehen. Also schnell ein Continentalfrühstück für 2,15 $ mitgenommen und für 2,60 $ per Taxi zum Teleferico. Auch in Quito gibt es eine Seilbahn. Stolze 7,50 $ werden hier veranschlagt und es geht auf 4.100 Meter. Wer mag kann noch die 400 Meter weiter zu Gipfel laufen. Dauert wohl drei Stunden. Mir reichte die Luft schon hier und jeder Schritt macht einen fertig. Also wieder runter und direkt an der Hauptstaße einen Bus nach "Mitad del Mundo" bekommen.

Auch hier wurden für die 45 Minuten Fahrt nur 0,40 $ verlangt. Der Bus hält fast vor der Tür. Allerdings auch hier 7,50 $ Eintritt und diese sind für das Gebotene schon unverschämt. Die Äquatorline ist hier aufgemalt, dazu ein paar Bauten. Ein paar Spinner aus Deutschland in Flip Flops bei 17 Grad machten auf der Linie Verrenkungen. Backpacker-Köter halt, kann ich nichts mit anfangen. Mal lieber die Haare waschen, statt soviel zu bezahlen ;-) Das Planetarium nahm man noch mit, was allerdings ebenfalls nicht begeistern konnte. Letztlich ein Highlight in Ecuador, was nichts großartiges ist. Per Bus dann für 0,40 $ wieder retour. Kurz vor dem einsetzenden Regen noch das Hostal erreicht. Die Regenpause fix genutzt und was zu essen geholt und bei Dauerregen für euch die Kolumbienberichte geschrieben.

Neuer Tag und die Sonne wollte nicht so richtig heraus. Dennoch wurde heute das Centro Historico angesteuert und hier einige Sights gespottet. Wenn man so sieht, was für ein Plunder überall angeboten wird, fragt man sich, wovon wollen die Leben? Dazu an jeder Ecke "original" Fussballtrikots und Blue Ray Discs ;-) Mittags wieder Hähnchen eingestreut und so langsam hängt es mir zum Hals heraus. Pollo hier, Pollo da, Pollo als Burger, Pollo total fettig, Polloinnereien....Wird Zeit für Argentinien, wo die Menschen auch Fleisch essen ;-)

Nach dem Essen begann es dann zu regnen und man kam leicht nass zurück zum Hostal. Viel ging leider nicht mehr, da sich der Regen den kompletten restlichen Tag hielt. Durch das Wetter dann ja auch noch zum Stadion und nach dem Kick wieder per Bus zurück. Alles gut nass, aber am nächsten Morgen wieder einigermaßen trocken. Um 9:30 Uhr checkte man dann aus.

Mit dem C4 Trolly Bus ging es bis zur Endstation Terminal Quitumbe. Hier am Busbahnhof gehen die Busse Richtung Süden. Der Bahnhof ist recht modern, auf Monitoren werden alle Abfahrzeiten, der Bahnsteig und die Company aufgeführt. Alle paar Minuten geht hier ein Bus. Also hatte man noch für ein Empanada Frühstück Zeit. Dann das Boleto nach Ambato für 3,35 $ geholt und los ging es.

Da der Bus wieder oft hielt und Leute und Verkäufer ein- und ausstiegen, dauerten die 125 Kilometer über die Autobahn zwei Stunden. In Ambato kurz die Weiterfahrt gecheckt und zu Fuß zum gebuchten "Gran Hotel" 1 Nacht m.F. 15 €. Kurz in die kleine Stadt und wieder begann der Regen. Nachmittags zum Spiel und Abends noch in der City eine Kleinigkeit gegessen.

Da das Spiel in Riobamba schon um 12 Uhr begann, hieß es früh aufstehen und zum Busbahnhof. Busse nach Riobamba fahren für keine 2 $ alle paar Minuten. Um 9:35 ging es mit dem "Condorazo" auf die 60 Kilometer lange Strecke. Selbstredend das wieder an jeder Ecke gehalten wurde und etliche Verkäufer einstiegen. Letztlich war man erst um kurz vor 11 Uhr am Zielort. Im Hotel "Ventura" stieg man die Nacht im EZ für 15 € o.F. ab. Hostels sind hier in den ländlichen Regionen rah, aber die Bude gefiel und lag direkt am Busbahnhof und nur 300 Meter vom Stadion entfernt. Eingecheckt und ab zum Spiel.

Nach dem Spiel dann ganz gemütlich durch die sehr sehenswerte Stadt geschlendert. Viele schöne alte Bauten und Kirchen sind zu finden. Manche sogar frisch gestrichen, was die Optik noch mehr zur Geltung bringt. Dann im Hotel endlich mal den Flug und Zug nach Machu Piccu gebucht, da die Internetverbindung top war. In den vorherigen Absteigen ließ das doch arg zu wünschen übrig. Für`s Nachtmahl sorgte eine völlig überteuerte Pizza. Im übrigen kosten die Kippen in Ecuador auch wieder über 5 $

Um 7 Uhr aus den Federn und wieder zum Busbahnhof. Anders als sonst, wo man einfach einsteigen und sich überall hinsetzen kann, mußte man diesmal ein Ticket (7 $) vorher kaufen. Für den 8:30 Uhr Bus bekam man Platz 1 zugewiesen und der nervte heute so richtig. Der Bus von "Patria" war bis auf den letzten Platz voll. Immerhin hielt er diesmal nicht überall, um noch Leute einzuladen, aber die zahlreichen Verkäufer gingen mir so richtig auf den Sack. Die normalen Typen mit Wasser, Obst oder Hähnchen sind ja noch OK, weil die den Mund halten. Heute stiegen aber noch Promoter für irgendwelche dubiosen Medikamente zu und die laberten in einer extremen Lautstärke 15 Minuten am Stück. Wie man so etwas kaufen kann bleibt mir ein Rätsel, aber der Oma neben mir wird es bestimmt helfen ;-)

Mehr als fünf Stunden braucht man von den Bergen bis an die Küste. Die Landschaft gefällt mir noch immer, weil sie sehr abwechslungsreich ist. In riesigen Busbahnhof in Guayquil dann herumgeirrt und den Schalter von "Cruz del Sur" gesucht. Am Schalter Nr. 88 wurde man dann endlich fündig und kaufte das Boleto für die Weiterfahrt nach Lima am nächsten Tag. Der Bus geht wohl nur 2x in der Woche. Dann den ersten Bus ins Centro bestiegen, der auch hier nur 0,25 $ kostet. In der Nähe des "RE Bed&Breakfast" raus. Eine Nacht im 8er für 11 € m.F. bei einer Bewertung von 9,2 Punkten bei Booking. Hier eingecheckt und direkt zur "Malecon 2000" der Uferpromenade. Weiter ins Centrum und etwas gegessen. Am Abend bei ein paar Pilsenern den Bericht geschrieben und mit einer Chica aus London lange unterhalten, da sie den selben Weg nur in anderer Richtung macht. Letzte Nacht in Ecuador, denn um 14 Uhr rollte der Bus nach Peru.

Fazit Ecuador: Ein schönes Land, aber leider viel zu kalt. In Quitio hatte man Glück, dass man am ersten Tag beide Highlights besucht hatte, denn die anderen Tage regnete es. Reisen im Land ist spottbillig, aber wehe man will das Land verlassen, dann wird es teuer. Aufgrund der Kippenpreise von mehr als 5 $ aber kein Land um heimisch zu werden.


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