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Olympique Marseille vs Club Atlético de Madrid 0-3 (16.05.18)

"Groupama Stadium"

Euroleague Finale

Die Kartenfrage war diesmal im Vorfeld geklärt, da Kollege Heckes bei der UEFA-Lotterie Glück hatte, man selbst aber seit 2006 das erste Mal bei der Verlosung leer ausgegangen ist. Das eigentliche Problem war der neue Job, wo man aber problemlos trotz Probezeit zwei Tage Urlaub bekam. Immerhin hatte man ja schon beim Vorstellungsgespräch geklärt, dass man 1 oder 2 Tage Urlaub auch kurzfistig bekommen muss. (Sofern nicht gerade in den Ferien). Da Kollege Strubbel sich nicht festlegen konnte ob er mit am Start ist, konnte man keine Mietkarre buchen. Als er dann leider raus war, waren diese unbezahlbar, so dass der Stern sich auf den Weg nach Frankreich machte. 31,50 € Maut waren Oneway zu zahlen. Geht ja schon seit undenkbaren Zeiten, nur eben in Absurdistan nicht, wo jeder für lau unsere schlechten Autobahnen noch schlechter macht. Um 6 Uhr ging es los und um 14:30 Uhr steuerte man das Ibis an der Messe an. Kurz eingescheckt und mit Öfis ins Zentrum, so zumindest der Plan.

Die Realität zeigte dann wieder die Unfähigkeit der Franzosen. Das Metrogelände, dass als Sammelparkplatz ausgeschieben war, war noch verriegelt und verrammelt. Zudem wurde die Straßenbahnhaltestelle ins Zentrum hier heute nicht bedient, doch das erfuhr man erst später. Lagen Rede und wenig Sinn (der Franzosen) später, war man nach 90 Minuten mit bestimmt 6 Kilometer Fussweg, Straßenbahn und Bahn dann im Zentrum. Einmal wurde so ein Franzosen-Trottel nach dem Weg gefragt und wie erwartet null Englisch. Ich hasse dieses Land und die Leute. Im Zentrum dann die Nürnberg/Jena Reisegruppe getroffen, für schlanke 5 € Brausen eingenommen und nach einer Stunde dann wieder hinaus zum Ground. Mit der Metro bis zum Umstieg zur Straßenbahn und hier natürlich lange Schlangen. Immerhin konnte man die Öfis mit dem Ticket kostenlos nutzen. Die erlebnisorientierten Jungs der Frente bekamen eine Sonderbahn vor uns. Als wir dann nach denen am Stadion ankamen, bekam man nur den Rest vom Tränengas mit. Gab wohl eine kleines Scharmützel mit den französichen Cops. Die Einlasskontrollen spotteten jeder Beschreibung. Wer wollte hätte alles bis auf Rucksäcke mitnehmen können. Sehr nervig gestalteten sich die Handy-Tickets der UEFA. Oder einfach nur die Trottel, die diese auf ihren Telefonen erst suchen mußten. Viva la Papierkarte.

Der Ground von Lyon gefällt sehr gut und macht schon was her. Die kleinen Chicas an den Blockaufgängen wurden einfach nicht beachtet und so konnte man theoretisch hin wo man wollte. Wir nahmen aber unsere zugeteilten Plätze am Rand der Marseille-Kurve. Fototechnisch hatte man so Atletico gut im Blick. Allerdings gab es auch hier schon etwas zu meckern. Wo bitte waren die Colchoneros ? Lediglich 10.000 Spanier waren im Ground. Scheinbar ist alles von den letzten beiden Championsleague Finals verwöhnt. Zudem machte Atletico im Vorfeld schon wieder Stress mit den Tickets. Ganze drei Entradas gab es für unseren Fanclub, um ein paar Tage vor dem Spiel dann nachzufragen, ob wir nicht noch welche gebrauchen könnten. Der Vorverkauf für nicht Mitglieder und nicht Dauerkartennutzer begann sagenhafte zwei Tage vor dem Finale. Amateurhaft fällt mir dazu nur ein. Marseille hatte ja lediglich 300 Kilometer Anreiseweg und im Vorfeld wurde ein 3:1 Verhältnis geschätzt. Letztlich war es locker 5:1. Wie erwartet fackelt Marseille in Feuerwerk ab und 90 Minuten brannte es in der Kurve. Supportmäßig war OM bis zum 1-0 durch Griezmann am oberen Level. Danach war allerdings Ruhe. Atletico war ein ums andere Mal auch bei uns zu vernehmen.

Vier Minuten nach Wiederbeginn war der Drops mit dem 2-0 durch wiedrum Griezmann gelutscht. Zwei Chancen für Marseille im gesamten Spiel waren einfach zu wenig. Die letzten 10 Minuten hatte scheinbar auch der letzte trottelige Franzose begriffen das der Kick durch war und so startet OM nochmals einen guten Support. Die Pokalübergabe noch mitgenommen und dann zu den Shuttlebussen zu den Parkplätzen. Selbst hatten wir Glück in einen zu kommen, denn die Organisation wieder franzosenlike. Nichts strukturiert und alles chaotisch. Von der Messe dann die zwei Kilometer zum Ibis gelaufen, um vom Getränkeautomaten ein paar Brausen abzuziehen. Doch Pustekuchen. Alkohlfreies Ibis wie der Rezeptionist berichtete. Immerhin gab er uns noch einen Tip für ein Restaurant nebenan.

Und das gestaltete sich als wahrer Glücksgriff. Das Restaurant war mehr eine Nobeldisko mit Türstehern und Außenbereich. Das Publikum der gehobeneren Klasse und somit ideal für uns ;-) Paßten wir gut rein. Je 5 € für das Peroni ließ man ein paarmal springen, denn letztlich ist es ja auch egal, ob die Tour nun 200 € oder 250 € kostet. Um 1:45 Uhr ging die Musik aus und wir wechselten aufs Zimmer. Heckes gab noch den DJ in der Bude, bis irgendwann gepennt wurde. Am Morgen dann zum Intermarsche zwecks Frühstück. Wie ich Länder hasse, die keinen Kaffee machen können (Selbst beim "M" gibt es diesen in Frankreich nicht). Also zwei halbe Pfützen aus dem Automaten gezogen und zurück nach Deutschland. Das 10. Finale mit den Rojiblancos war mit dem 7. Sieg um 18 Uhr in Düsseldorf wieder beendet. Leider findet der Supercup in Tallinn ohne mich statt, da dieser dämlicherweise in den Sommerferien liegt und urlaubstechnisch nichts zu machen ist. Dennoch. Aupa Atleti....Amor sin Fin.


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